KONZEPT „KINDER- UND JUGENDHILFEEINRICHTUNG ALPHA“

„Bevor ein Kind / Jugendlicher Probleme macht hat es/er Probleme, die es gilt zu ergründen und zu beheben. Dies im Sinne der Entwicklung und zum Wohl des Kindes / Jugendlichen.“

Wir streben das Wohl des Kindes, der Jugendlichen und der Gruppe an. Die Kinder und Jugendlichen benötigen ausreichend Zeit, um emotional in der Wohngruppe anzukommen. Idealtypisch setzt sich die Gruppe aus der Altersspanne von 12 – 17 Jahren beider Geschlechts zusammen. Die Gruppe ist / soll heterogen strukturiert, emotional und sozial in sich gefestigt sein.

Die konkreten Rahmenbedingungen der Wohngruppe orientieren sich am TAGESPLAN und am WOCHENPLAN. Jegliche Form von Struktur haben eine sehr hohe Bedeutung für uns. Dies gilt für die pädagogische Betreuung, wie auch für die Organisation der internen und externen Kontakte.

Erstes Nahziel ist für alle Kinder und Jugendlichen, dass sie gerne in der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung – Wohngruppe alpha sind, denn erst wenn sie sich wohlfühlen, können wir Forderungen stellen. Somit beginnen wir mit unserer Arbeit und holen den Adressaten dort ab, wo er auch emotional verweilt. Der Beziehungsaspekt ist vorerst Gegenstand unserer Arbeit. Wir verfügen über ein gutes Maß an Erfahrungen und Wissen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen, die nur bedingt beziehungsfähig sind. Aus diesem Grund verwenden wir viel Energie für unser Aufnahmeprocedere, um Abbrüche und neue Frustrationen zu vermeiden. Somit ist eine Aufnahme bei uns von mehreren internen Situationen abhängig. Wir werden keine Aufnahmen favorisieren, wenn das Wohl der Gruppe dadurch in Gefahr gebracht wird.
Im Alltag geht es darum, Regeln, Verbindlichkeiten und Absprachen zu erlernen. Auch wenn der Tages – und Wochenplan konkret strukturiert ist, lässt er Rückzugsmöglichkeiten.

Die Beschulung hat auch bei uns einen sehr hohen Stellenwert. Schulverweigerer und Schulvermeider erhalten individuelle Unterstützung, die im Einzelfall erörtert werden muß. Dies gilt auch für die weiterbildenden Schulen wie für Praktika und Ausbildung. Selbstverständlich stehen wir als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung, wenn es um die Auseinandersetzung und die Umsetzung diesbezüglich geht. Zur Schule gehören auch Ferien. Wir fahren mindestens zweimal im Jahr mit der kompletten Gruppe in den Urlaub. Wir nutzen die Möglichkeiten andere Kulturkreise kennen zu lernen. In den Herbstferien und den Osterferien erfolgt eine Planung mit allen pädagogischen Mitarbeitern und den Kindern und Jugendlichen. Die Urlaubsfahrten haben einen hohen Stellenwert, denn sie gelten als Ausgleich zum Alltag, in dem wir gefordert sind, ein hohes Maß an Regeln und Verbindlichkeiten zu bringen und einzufordern. Sofern es möglich ist streben wir eine 14 tägige Heimfahrt für alle Jugendlichen an, denn wir wollen die Familienmitglieder nicht von einander entfremden. Auch wenn die Sorgeberechtigten ihren Erziehungsauftrag zu hohen Anteilen auf uns delegiert und übergeben haben, wollen wir sie nicht aus der Verantwortung entlassen. Somit hat die Zusammenarbeit mit den Eltern einen hohen stellenwert. Auch wenn wir in enger Kooperation mit dem zuständen Jugendamt die pädagogische Betreuung übernommen haben und wir unser Handeln am pädagogischen Bedarf des Kindes / Jugendlichen ausrichten, berücksichtigen wir systemische Ansätze und Methoden, d. h., auch wenn wir uns im Alltag mit den Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen, gehören die Eltern / Sorgeberechtigten mit in die Berücksichtigung, des multikausalen Hintergrundes. Diesbezüglich geht es uns um eine möglichst hohe Beteiligung der Eltern. Grundvoraussetzung hierfür ist natürlich, dass Interesse und die Motivation aller Beteiligten, sich auf diesen Prozess einlassen zu wollen. Jedoch auch an dem Können arbeiten wir.

Stand 01.04.2008
Gemäß §§ 27, 34 und 41 KJHG Mühlenstraße 30, 29664 Walsrode-Düshorn Tel. 05161 60 29 90 Fax 0322 110 89 90 150 Internet: jugendhilfeeinrichtung-alpha.de Leistungsbeschreibung für 2008 Leistungsbeschreibung 2008 zur Rahmenvereinbarung nach § 78 SGB VIII